Arteriosklerose

ZUSAMMENFASSUNG:

  • Dauerhafter L-Arginin-Mangel mündet langfristig in Arteriosklerose
  • Arteriosklerose führt vom gedrosselten Blutfluss über Bluthochdruck bis zum Gefäßverschluss
  • Als Systemerkrankung betrifft Arteriosklerose den ganzen Organismus

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Das Problem verengter Arterien: die Gefäßverkalkung

Ein hoher Arginin-Spiegel ist der Gefäßgesundheit in jeder Hinsicht förderlich: Wer sich ausgewogen ernährt, ausreichend bewegt und einen niedrigen ADMA-Spiegel aufweist, verfügt in der Regel über genügend Arginin und einen vitalen Organismus. Der Grund ist in den gefäßoptimierenden Eigenschaften von Arginin zu suchen:

  • Gefäßerweiterung: Arginin sorgt für den Transport von Stickstoffmonoxid über die Adern in die Muskulatur, sodass sich diese entspannt, die Gefäße weiten, die Durchblutungsleistung verbessert und das Herz durch die Regulation des Blutdrucks entlastet wird.

Umgekehrt führt ein L-Arginin-Mangel zu Gefäßablagerungen und damit zu massiven Gesundheitsproblemen:

Arteriosklerotischer Gefäßverschluss

Ablagerungen führen zum Gefäßverschluss

Gefäßablagerungen: Arginin verhindert, dass Blutplättchen an der Arterienwand verkleben und mit dieser in Wechselwirkung treten. Beiben sie haften, setzt die arteriosklerotische Kettenreaktion ein. Zuerst wird das Zusammenspiel zwischen Blut und Arterienwand gestört. Anschließende Entzündungsreaktionen der Gefäßwand führen zu Kalkablagerungen, verengten Arterien und Durchblutungsstörungen. Häufige Folgen dessen sind bspw. Herzinfarkt, Schlaganfall, Angina pectoris oder Schaufensterkrankheit.

Eine Kettenreaktion mit bitterem Finale

Ursache der Arteriosklerose und ihrer klinischen Konsequenzen sind Durchblutungsstörungen, die sich in jedem arteriellen Gefäß entwickeln und ganze Gefäßbereiche „befallen“ können. Das heißt, Arteriosklerose führt vom gedrosselten Blutfluss über Bluthochdruck bis zum Gefäßverschluss. Auch wenn ihre Vorboten kaum merklich sind, ihre Resultate sind überwiegend schrecklich. Werden Körperbereiche nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt, kommt es zu deren Funktionsabbruch. Betroffen sind vor allem durchblutungsstrategisch wichtige Stellen:

  • Halsschlagader: Fettklumpen drosseln die Sauerstoffzufuhr im Gehirn. Das schränkt nicht nur die kognitiven Leistungen ein, Demenz oder Schlaganfall drohen.
  • Arterien der inneren Organe: Sauerstoffnot im Herz oder in den Nieren können zu Herzinfarkt oder Nierenversagen führen. Häufiger Vorbote ist die Angina pectoris (Brustschmerz, Herzschmerz).
  • Körperschlagader im Beckenbereich: Verstopft diese, sind Blase, Eierstöcke, Gebärmutter, Penis und Prostata betroffen.
  • Blutversorgung im Genitalbereich: Damit das beste Stück des Mannes stehen kann, muss das Blut zirkulieren – der Penis ist ein Schwellkörper. Andernfalls ist mit Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion) zu rechnen.
  • Verkalkung der Beine: Werden die Beine nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, kommt es zur Schaufensterkrankheit – Schmerzen in den Beinen/Füßen zwingen Betroffene zu Zwischenstopps, die aus Scham oft vor Schaufenstern eingelegt werden, aber nichts mit leidenschaftlichem Shopping-Verhalten zu tun haben.

Arteriosklerose betrifft den ganzen Organismus

Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose korrelieren mit dem persönlichen Lebenswandel. Ihre Schwere und Ausdehnung ist abhängig von Risikokonstellation wie Fehlernährung, Rauchen oder Bewegungsmangel, welche die Gefäßgesundheit negativ beeinflussen. Mit anderen Worten: Arteriosklerose manifestiert sich zwar in einzelnen Gefäßbereichen, beeinflusst aber das Gesamtsystem Gesundheit: Arteriosklerose stellt eine Systemerkrankung dar, die mit ihren verbundenen Folgeerkrankungen den ganzen Organismus betrifft. Stents und Bypässe „therapieren“ deshalb auch keine Arteriosklerose, sie sorgen nur an ausgewählten Stellen für freien Blutfluss. Eine typische Symptombekämpfung und keine echte Heilung. Positiv für Gesundheit und Wohlbefinden sind eine ausgewogene, ballaststoffreiche und fettarme Ernährung sowie Arginin-reiche Nahrungsergänzungs- bzw. Lebensmittel (Nüsse, Hülsenfrüchte), Gemüse, Obst, regelmäßige Bewegung und ein normales Körpergewicht.

Aktuell:

Interview mit  Professor Dr. med.  Rainer H. Böger