SUMMARY:

  • Existentiell: über Nahrung zugeführte Mikro- und Makronährstoffe
  • Viele Faktoren beeinflussen die individuelle Nährstoffversorgung
  • Im Einzelfall ist eine gezielte Nahrungsergänzungszufuhr notwendig

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Nährstoffe geben dem Dasein eine Grundlage

Zur Lebens- und Gesunderhaltung benötigt der Mensch regelmäßig und in ausreichender Menge verschiedene Stoffe organischer und anorganischer Herkunft, die sogenannten Nährstoffe. Sie werden über die Nahrung zugeführt und lassen sich gemäß ihrer Verwendung, Herkunft und Art in bestimmte Nährstoffgruppen kategorisieren.

Perfektes Doppel: Mikro- und Makronährstoffe

Bei der menschlichen Ernährung wird gewöhnlich zwischen zwei Kategorien differenziert:

  • Mikronährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe (Mengen- und Spurenelemente), sekundäre Pflanzenstoffe, bestimmte Fettsäuren und Aminosäuren. Werden häufig auch als Vitalstoffe bezeichnet.
  • Makronährstoffe: Kohlenhydrate, Proteine und Fette. Sie dienen der direkten Energiezufuhr. Kohlenhydrate sind schnelle Energieversorger, Proteine nützen dem Baustoffwechsel und Fette sind ein guter Energielieferant.

Essentielle Nährstoffe sind lebensnotwendig

Ob Mikro- oder Makronährstoffe – der Organismus ist grundsätzlich auf Nährstoffe angewiesen. Manche werden unter Energieverbrauch aus anderen Nährstoffen hergestellt, alle weiteren müssen direkt durch die Nahrung zugeführt werden. Bei Letzteren handelt es sich um essentielle Nährstoffe: Elemente und Verbindungen, die für den Organismus und die Gesundheit lebensnotwendig sind, aber vom Körper nicht selbst synthetisiert werden können. Fast alle Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie zahlreiche Aminosäuren sind für den Menschen essentiell.

Individuelle Nährstoffversorgung optimieren

Eine hinreichende Nährstoffversorgung ist in unseren Breitengraden im Regelfall durch ein entsprechendes Nahrungsmittelangebot gesichert. Gerne wird deshalb in Diskussionen immer wieder darauf hingewiesen, dass eine Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln überflüssig wäre. Aber: Verfügbarkeit gewährleistet noch keine persönliche Grundsicherung. Zwei Faktoren können die individuelle Nährstoffversorgung negativ beeinflussen:

  • Konstellationen: Ob Schwangerschaft oder Stress im Büro, längere Krankheiten oder schwere Verletzungen, eine Diät oder die Nikotinsucht – bestimmte Lebensumstände und Lebensphasen spiegeln sich im Nährstoffverbrauch wider.
  • Qualität: Produktion, Verarbeitung, Transport, Lagerung und Zubereitung sind Prozesse, die einen grundsätzlichen Einfluss auf die Qualität von Lebensmitteln haben. Je nach Anbieter und Verarbeitung in der Küche ist ggf. damit zu rechnen, dass sich die Nährstofffülle in Esswaren bis zu deren Verwertung im Organismus deutlich reduziert hat.

Die beiden Punkte verdeutlichen, dass Nahrungsergänzungsmittel durchaus geeignet sein können, die Nährstoffversorgung im Einzelfall zu sichern bzw. abzurunden.

„Medizin aktuell“