SUMMARY:

  • L-Citrullin wird im Blut in L-Arginin umgewandelt
  • Als Verweildauerverlängerer hält L-Citrullin den L-Arginin-Spiegel länger hoch
  • L-Arginin-L-Citrullin-Präparate schützen vor Herz-Kreislauf-Krankheiten

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Citrullin ist die natürliche Vorstufe von Arginin

Über die elementaren 22 proteinogenen Aminosäuren hinaus existieren etwa 250 natürlich vorkommende Aminosäuren mit biologischen Funktionen: die nicht-proteinogenen Aminosäuren. Ihre Bedeutung für den menschlichen Organismus ist zwar den proteinogenen Aminosäuren nachgeordnet, trotzdem können sie für Gesundheit und Wohlbefinden eine nachdrückliche Rolle spielen, wie das Beispiel L-Citrullin deutlich veranschaulicht. Die Basisinformationen:

  • Citrullin ist eine nicht-proteinogene Aminosäure mit der Summenformel C6H13N3O3.
  • Menschen, Tiere und Pflanzen können Citrullin synthetisieren.
  • Den Namen hat Citrullin von der Wassermelone (Citrullus vulgaris) erhalten, in deren Schale Citrullin erstmals entdeckt wurde und in hoher Konzentration enthalten ist.
  • Weiterhin entsteht Citrullin als Zwischenprodukt im Harnstoffwechsel, der für den Abbau von Stickstoffverbindungen verantwortlich ist.
  • Zuletzt kommt Citrullin als Nebenprodukt der Stickstoffmonoxid-Synthese zum Vorschein.

Die Rinde der Wassermelone (Citrullus vulgaris) enthält sehr viel L-Citrullin

Die Rinde der Wassermelone (Citrullus vulgaris) enthält sehr viel L-Citrullin

Nicht-proteinogen, aber höchst funktionell

Citrullin verfügt über eine ausgezeichnete Bioverfügbarkeit. Gelangt die Aminosäure durch die Nahrungsaufnahme in den Körper, wandelt dieser Citrullin in Arginin um. Über den Darm dringt Citrullin in den Blutkreislauf vor und erreicht schließlich die Leber, wo eine Umwandlung in Arginin stattfindet. Das heißt: Citrullin ist die natürliche Vorstufe von Arginin, so wie Arginin die unmittelbare Vorstufe des lebensnotwendigen Botenstoffes Stickstoffmonoxid (NO) darstellt.


Die Strukturformel der Aminosäure L-Citrullin

Strukturformel von L-Citrullin

Längere Anwesenheit bedeutet längere Wirkzeit

Diesen Umstand berücksichtigte das Team von Prof. Dr. med. Rainer H. Böger bei der Kreation ihres Arginin-Citrullin-Kombipräparates in besonderem Maße: die Pharmakologie-Experten schufen ein diätetisches Lebensmittel, das als Erstes seiner Art vollumfänglich zur Arteriosklerose-Vorsorge und für den Schutz der Gefäßgesundheit verwendbar ist. Warum? Weil Citrullin im Organismus zeitverzögert in Arginin transformiert wird. Citrullin fungiert als ein Verweildauerverlängerer und erhöht im Blut den Arginin-Spiegel über längere Zeit. Damit kann besagtes Präparat im Gegensatz zu reinen Arginin-Monoprodukten mit einer deutlich länger anhaltenden Wirkdauer aufwarten, die gemäß der Dosieranleitung 24 Stunden am Tag zum Tragen kommt.

 

„Medizin aktuell“