SUMMARY:

  • Angebotsqualität bei diätetischen L-Arginin-Präparaten unterscheidet sich stark
  • Topp: pflanzliche, basische und rückstandsgeprüfte Produkte ohne Beimischungen

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Bestimmend sind Reinheit, Herstellungsverfahren und der pH-Wert

Immer mehr Patienten, die von Arteriosklerose, Bluthochdruck oder erektiler Dysfunktion betroffen sind, bevorzugen zur Regulation ihrer Störungen diätetische Arginin-Präparate auf natürlicher Basis. Ein guter Ansatz, chemische Medikamente müssen nicht immer sein! So wirken Arginin-Supplemente nicht allein Ablagerungen an den Gefäßwänden, Gefäßverengungen und einem verminderten Blutfluss kraftvoll entgegen, sondern unterstützen die optimale Sauerstoffversorgung der Gefäße. Damit jedoch die Arginin-Zufuhr den gewünschten Erfolg vollumfänglich und nebenwirkungsfrei zeigt, gilt es bei der Produktauswahl einige grundlegende Dinge zu beachten, die für die Angebotsqualität sehr bedeutsam sind.

Arginin-Base und Arginin-Hydrochlorid im Vergleich

Auf dem Markt sind zwei verschiedene Produkttypen erhältlich: Arginin-Base (1) und Arginin-Hydrochlorid (2). Sie unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Reinheit und pH-Wert. Ergänzend existieren zwei unterschiedliche Herstellungsverfahren, nämlich die Fermentation (3) und die Extraktion (4).

1.) Arginin-Base: Regt die Magensäureproduktion an, löst sich langsam in Wasser und schmeckt/riecht leicht fischig. Arginin-Basen bestehen zu 98,5 bis 100 Prozent aus L-Arginin. Obwohl Arginin eine Aminosäure ist, handelt es sich chemisch gesehen um eine Base, also dem Gegenteil einer Säure. Gemäß internationalen Standards hat Arginin-Base verpflichtend einen pH-Wert zwischen 10,5 und 12. Dieser ist für den Organismus bekömmlich.

2.) Arginin-Hydrochlorid: Ein Hydrochlorid ist ein Salz, das aus einer organischen Base und Salzsäure gewonnen wird. Im medizinischen Bereich werden basische Arzneistoffe häufig aufgrund ihrer besseren Wasserlöslichkeit als Hydrochloride eingesetzt. Nicht unproblematisch, da Salzsäure die Funktionsleistungen der Nieren beeinträchtigt … Als Salz aus Arginin-Base und Salzsäure ist Arginin-Hydrochlorid zwar geruchs- und geschmacksärmer sowie besser wasserlöslich als Arginin-Base, besteht aber nur zu 75 bis 83 Prozent aus L-Arginin. Europäische Richtlinien sehen für Arginin-Hydrochlorid einen pH-Wert von 6 bis 6,5 vor. Dieser liegt im sauren Bereich und ist damit für den Organismus nicht ideal.

3.) Fermentation: „Chemische Umwandlung von Stoffen durch Bakterien und Enzyme.“ Sie kommt allein bei der Produktion von Arginin-Base zum Einsatz. Verwendet werden ausschließlich kohlenhydrathaltige und damit rein pflanzliche Grundstoffe, vor allem Getreide wie Weizen.

4.) Extraktion: „Herausziehen einer Substanz aus einem Stoffgemisch.“ Kommt sowohl bei der Produktion von Arginin-Base als auch Arginin-Hydrochlorid zum Einsatz. Verwendet werden Mensch- und Tierhaare sowie Entenfedern. Es ist durchaus möglich, dass diese durch Rückstände (Schwermetalle, Arzneimittel etc.) belastet sind.

Arginin-Base ist rein pflanzlich und wird vor allem aus Getreide hergestellt

Arginin-Base aus Fermentation wird vor allem aus Getreide hergestellt

Klarer Punktsieg für Arginin-Base aus Fermentation

In der Gegenüberstellung der drei möglichen Varianten zeigt sich ganz markant:

  • Arginin-Base besitzt eine Spitzenqualität, die der von Arginin-Hydrochlorid weit überlegen ist.
  • Arginin-Base hat einen höheren Reinheitsgrad als Arginin-Hydrochlorid. Um eine annähernd gleiche Wirkung zu erzielen, müsste die Zufuhr von Arginin-Hydrochlorid die von Arginin-Base deutlich übersteigen.
  • Arginin-Base ist basisch, Arginin-Hydrochlorid sauer.
  • Arginin-Base ist nebenwirkungsfrei, während Arginin-Hydrochlorid sich aufgrund des hohen Gehalts an Salzsäure negativ auf die Nierenleistungen auswirken kann.
  • Fermentation ist rein pflanzlich, im Extraktionsverfahren gewonnene Erzeugnisse sind verschiedenen Ursprungs und können eventuell von Rückständen belastet sein.

Aufgrund dessen sollten sich Verbraucher stets für Arginin-Basen entscheiden, die durch Fermentation gewonnen wurden.

„Medizin aktuell“